Gefülltes Brot – meine Börde-Variante
Es ist zwar offiziell Sommer, aber wenn ich aus dem Fenster schaue, kann ich das kaum glauben. Wenn ich aus dem Fenster schaue, kann ich das kaum glauben Wolken ... Wind ... und man muss eine Strickjacke überziehen. Vielleicht denke ich aus diesem Grund an das Rezept aus meinem ersten Beitrag.
Du fragst dich bestimmt, was ich will. Gedanklich bin ich gerade auf dem Weihnachtsmarkt. Wie gesagt, ich habe keine Ahnung, warum ich daran denke. Es geht um das finnische Handbrot. Auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt gibt es eine kleine finnische Meile und dort habe ich das Brot vor Jahren zum ersten Mal gegessen. Es war sooo lecker! Also habe ich verschiedene Varianten probiert, bis ich meine Lieblingsversion gefunden habe. Natürlich ist das Original noch besser, aber ich liebe mein gefülltes Brot und werde immer gebeten, welches mitzubringen. Da werde ich wohl irgendetwas richtig machen.
Ich habe verschiedene Mehlsorten bzw. -mischungen getestet und für mich beschlossen, dass ich für den Hefeteig eine Mischung aus Vollkornweizenmehl und Dinkelvollkornmehl nehme. In diesem Fall jeweils einen Teil. Du kannst aber auch eine andere Kombination wählen oder nur eine Mehlsorte verwenden. Ich mag Rezepte, die man so anpassen kann, wie man es am liebsten hat.
Rezept
Dann kommen wir mal zum Rezept. Du brauchst:
- 1 Pck. Trockenhefe (alternativ ½ Würfel frische Hefe)
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 1 TL Zucker
- 250 g Weizenvollkornmehl
- 250 g Dinkelvollkornmehl
- 2 TL Salz
- 250 g Kochschinken
- 300 g geriebener Emmentaler
Zuerst gibst du das lauwarme Wasser in deine Rührschüssel und mischst die Hefe und den Zucker darunter. Lass die Mischung an einem warmen Ort 20 Minuten lang arbeiten. Der Prozess ist abgeschlossen, wenn die Hefe eine Art Schaum gebildet hat. Je nach Temperatur kann es etwas länger dauern oder auch schneller gehen.
Anschließend gibst du das Mehl und das Salz hinzu und verknetest alles zu einem glatten Teig. Falls der Teig zu fest ist, gib etwas Wasser hinzu, und falls er zu klebrig ist, etwas Mehl deiner Wahl. Lass den fertigen Teig nun für 30 Minuten ruhen. Am besten an einem warmen Ort und mit einem feuchten Tuch abgedeckt.
Schlage nun die beiden Seiten nach innen und rolle den Teig von der langen Seite aus ein. Lege die Teigrolle auf ein Backblech und schiebe es mittig in den Backofen. Schalte den Ofen auf 150 °C mit Umluft. Bei mir braucht das Brot 40 Minuten.
Nach der Backzeit holst du das Brot heraus und lässt es etwas abkühlen oder servierst es gleich.
Wir mögen einen Quarkdip dazu.
Dazu brauchst du:
- 500 g Magerquark
- Pfeffer, Salz
- Paprikapulver, Kümmelpulver
- Zucker
Im Sommer kannst du außerdem frische Kräuter hinzufügen.
Jetzt wird es sehr einfach. Gib den Quark in eine Schüssel und würze ihn nach Geschmack. Du kannst auch gerne andere Gewürze verwenden.
Im Sommer verwende ich gerne frische Kräuter. Mal Küchenkräuter, mal Wildkräuter, mal eine Mischung … So, wie es dir am besten schmeckt.
Da ich frische Kräuter bevorzuge, mache ich Kräuterquark nur in der warmen Jahreszeit. Im restlichen Jahr wird es ein Gewürzquark. Glücklicherweise kann jeder so machen, wie er möchte.
Jetzt rieche ich schon das leckere Brot aus dem Ofen. Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Auch meine Familie freut sich auf unser leckeres Abendessen.
Probier es doch mal aus und erzähl mir, wie es dir geschmeckt hat. Oder hast du das Rezept angepasst?
Bis zur nächsten Spur,
Eure Anne



